4. Die Verteilung von Geld bzw. die Erhebung von Steuern

Datum

26.1.2022

Lesezeit

3 Minuten

Autor

Autorin

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Über den Autor

Über die Autorin

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Die Verteilung von Geld durch den Staat

Verteilt der Staat Geld, so handelt es sich dabei in gewisser Weise um Umverteilung. Der Staat will damit gesellschaftliche und wirtschaftliche Anreize setzen. Verdient eine große Menge oder Schicht von Menschen zu wenig Geld um zu konsumieren, kann der Staat z.B. Zuschüsse zu Mietkosten oder zu Heizungskosten gewähren. Bei Geringverdienern wirkt sich jeder Zuschuss unmittelbar auf einen höheren Konsum aus. Kommt es zu einer Wirtschaftskrise, so ist es hilfreich, wenn der Staat Investitionsanreize für die Wirtschaft setzt, also z.B. bestimmte Programme auflegt, etwa für Haussanierungen oder erneuerbare Energien. Das kann einerseits die Produktion ankurbeln und andererseits neue Arbeitsplätze schaffen. Der Staat kann aber auch Geld in Forschungsförderung stecken wie z.B. in die Entwicklung neuer Techniken.

Politikfelder der EU

In Europa ist über Jahrzehnte ein Großteil der EU-Gelder in die Landwirtschaftspolitik geflossen (vgl. hier). Mit der Zeit rückte jedoch die Erkenntnis über gesellschaftliche Ungleichheiten in anderen Feldern in den Blickpunkt. Damit begann das Bemühen um gesellschaftlichen Ausgleich zwischen verschiedenen Staaten. Zu diesem Zweck wurde die EU Regionalpolitik entwickelt (vgl. hier).  Mit der Einsicht in die Schmutzigkeit der Kohle z.B. gewann auch die Energiepolitik immer mehr an Bedeutung (vgl. hier) Da ein ganzes Kapitel zu den verschiedenen Politikfeldern der EU vor diesem Blog zu finden ist, sollen sie hier nicht alle aufgezählt werden. Nur so viel: Die Klimapolitik (vgl. hier)und das Bemühen, die noch vorhandene Artenvielfalt zu erhalten, stehen gleich am Anfang der Politikfelder. Denn darauf liegt mit dem Amtsantritt von Frau von der Leyen als Kommissionspräsidentin jetzt der zentrale Fokus.

Die Erhebung von Steuern

Um die Tätigkeiten des Staates zu ermöglichen, ist es zunächst mal notwendig Einnahmen zu erzielen. Nur damit können die zuvor genannten Aufgaben und weitere finanziert werden. Aber Steuern sollen auch eine gewisse Lenkungsfunktion erfüllen. Die Tabaksteuer z.B. soll u.a. dazu beitragen, das gesundheitsschädliche Rauchen einzudämmen. Nicht nur Steuern, sondern neuerdings dient auch der Handel mit Verschmutzungszertifikaten  der Erzielung von Einnahmen. Er soll die Reduktion von CO2 Emissionen insbesondere aus Kohlekraftwerken beschleunigen. Und er soll auch Anreize z. B. zur Schaffung von neuen Filtertechnologien setzen.

Die EU erhebt bisher keine eigenen Steuern

Wie die EU an Geld zur Umverteilung kommt, ist gänzlich anders geregelt. Dazu hier nur soviel: Sie erhält von den Mitgliedsstaaten Überweisungen. Da die EU ohne Einnahmen machtlos wäre, sind die Finanzen ihre Existenzbasis. Aus diesem Grund steht unser Kapitel dazu am Anfang von Europaedia (vgl. hier)

Nur das Manifest zur Zukunft der EU (hier), das die verschiedenen Bereiche, die es Europäisch zu regeln gilt und die dann weiter unten im Einzelnen ausgeführt werden, steht noch vor den Finanzen. Denn dieses ist im Rahmen von Pulse of Europa Koblenz  (vgl. hier, unter Diskussionen) entstanden, bevor es die Idee zu Europaedia überhaupt gab.

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Über die Autoren

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Dr. Jutta Lange-Quassowski

Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Bernd-Peter Lange studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Bonn, wo er die 1. jur. Staatsprüfung 1963 ablegte. 1966 erwarb er den Diplom Volkswirt und wurde 1967 zum Dr. jur. promoviert.

Nach seiner Mitarbeit am Institut für Konzentrationsforschung an der Freien Universität Berlin hat er 1972 eine umfassende Analyse der Antitrust-Politik in de n USA veröffentlicht.

Zunächst war er drei Jahre als Assistenzprofessor am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der FU Berlin tätig. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2004 hatte er einen Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie an der Universität Osnabrück. Neben der Lehrtätigkeit war er stark in der akademischen Selbstverwaltungengagiert. Gleichzeitig war er Mitglied in zahlreichen Kommissionen der wissenschaftlichen Politikberatung sowohl auf der Ebene einzelner Bundesländer wie auch auf der Ebene der Bundesrepublik.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Medienökonomie, Technik-Folgenabschätzung und Krisenanalysen aus wirtschaftlicher, sozialer und rechtlicher Sicht.

Eine neue Aufgabe

Von Anfang 1993 bis Ende 1999 war er beurlaubt, um das Europäische Medieninstitut in Düsseldorf als dessen Generaldirektor zu leiten. Das Institut hatte Mitarbeiter aus 12 verschiedenen Ländern. Schwerpunkte der Arbeit dort waren

  • die unabhängige Beobachtung der Medien bei Wahlen in zentral- und osteuropäischen Ländern im Auftrag der EU Kommission mit mehr als 30 umfassenden Missionen
  • die jährliche Veranstaltung eines europäischen Film- und Fernsehforums, jeweils in einem anderen europäischen Land und
  • die vergleichende Medienforschung.

Er hat zahlreiche Artikel und umfassende Publikationen zu den Forschungsschwerpunkten verfasst, sowie zu den Themen des Europäischen Medieninstituts.

Er ist Inhaber des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse seit Mai 2001.

Dr. Jutta Lange-Quassowski, seine Frau ist Diplom Politologin (Berlin) und promovierte in Göttingen zum Dr. disc. pol.

Sie leitete gut 25 Jahre die Ernst-Strassmann-Stiftung. Schwerpunkt der Arbeit war die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit.

Zusätzlich ist sie kontinuierlich ehrenamtlich tätig und ist intensiv in die Arbeit an Europaedia eingebunden.

Sie sind glücklich verheiratet und haben 3 Söhne und 3 Enkelkinder.

Fakten, Mythen und die Seele Europas.

Bei Europaedia geht es um die verständliche Präsentation von Fakten und das Hinterfragen von Narrativen. Wir wollen nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch die „Seele“ der europäischen Gemeinschaft – ihre Kultur und Werte.

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