Kreislaufwirtschaft mit Kunststoff-Verpackungen

Datum

25.6.2025

Lesezeit

3 Minuten

Autor

Autorin

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Über den Autor

Über die Autorin

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Erfolg der Öko-Design-Verordnung beim Recyceln

Bei Getränkeverpackungen aus PET sehen wir einen deutlichen Anstieg bei der Verwendung von Produkten aus den Gelben Sack. Allein von 2019 bis 2021, also bis kurz vor Beginn der Ukrainekrise, ist der Rezyklat-Anteil um 10 Prozent gestiegen.  Auch bei anderen Verpackungsarten wie Lebensmittelverpackungen aus PET, Haushaltsverpackungen für Kosmetika oder Behältern und Flaschen für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel ist ein Anstieg zu verzeichnen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile in fast allen Branchen Projekte, die sich mit der gezielten Sammlung und Sortierung von Produkten beschäftigen. Auch sie wollen daraus Recyclingrohstoffe für die Herstellung neuer Produkte zu gewinnen.

Die Gründe für den gesteigerten Einsatz sind vielfältig. Zum einen liegt es an politischen Zielen inklusive regulatorischer Vorgaben, insbesondere auf EU-Ebene. Zum anderen gibt es ein wachsendes Umweltbewusstsein in der Gesellschaft. Das sagt Ralf Mandelatz, der Geschäftsführer von REMONDIS Recycling. Allerdings habe der russische  Krieg gegen die Ukraine u.a. aufgrund der Preisentwicklung einen Einbruch bei der Entwicklung bewirkt.

Zunehmende Fortschritte beim Recycling-Prozess

Jedoch sei die Einwegkunststoffrichtlinie der EU und die damit gegebene Zukunftssicherheit wesentlich. Die Wirtschaft könne so neue Technologien sowie Innovationen in bestehenden Verfahren für das Recyceln von Plastik entwickeln. Auch helfe bereits KI, z.B. bei der Erkennung störender Produkte im Gelben Sack, die dann rechtzeitig aussortiert werden. So würden aus einem zunächst für die Entsorgung von Plastik-Müll zuständigen Unternehmer mehr und mehr Lieferanten von einem neuen Wertstoff. Da die EU Mindestquoten für den Einsatz von Recyklaten definiert habe, steige deren Anteil bei Einweg-Kunststoffen. Auch die von der EU geforderte Nachhaltigkeits-Berichterstattung trage zu diesem Prozess bei.

Aber, es braucht dafür Pionierfirmen, die vormachen, dass das Alles machbar ist und dass sich die „neuen“ Produkte auch verkaufen lassen. Nur dann machen die politischen Vorgaben Sinn.

Eine Pionierfirma

Die  Marke Frosch (Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel) ist schon lange als umweltfreundlich bekannt. Zusammen mit Partnern hatte der Mittelständler die Initiative Rezyklat 2012 ins Leben gerufen. Damals ging man davon aus, dass sich maximal ein Drittel der Flaschen aus den Rezyklaten aus dem Gelben Sack herstellen lässt. Kaum ein Unternehmen nutzte damals dieses Rezyklat, denn es war wesentlich teurer als Plastik aus neuem Rohöl. Über die Jahre jedoch konnte die Firma den Anteil der Verwendung aus dem Gelben Sack weiter steigern. Und nun hat die Firma Werner & Mertz, Hersteller der Frosch-Produkte, angekündigt, ihre PET-Flaschen zu 100% aus recycelten gelben Sack-Produkten herstellen zu wollen. Da die Scalierung über die Jahre gelungen ist, wird dieser Erfolg weiter gehen.  Es wird auch  andere Hersteller von Kunsstoff-Produkten auf den Weg führen, auch ihre Produkte aus recyceltem Kunststoff herzustellen.

Und damit wird auch der Eintrag von Plastik in die Meere und ggfs. auch die Vermüllung der Landschaft, sowie der Flüsse zumindest langfristig ein wenig reduziert werden können.

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Über die Autoren

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Dr. Jutta Lange-Quassowski

Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Bernd-Peter Lange studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Bonn, wo er die 1. jur. Staatsprüfung 1963 ablegte. 1966 erwarb er den Diplom Volkswirt und wurde 1967 zum Dr. jur. promoviert.

Nach seiner Mitarbeit am Institut für Konzentrationsforschung an der Freien Universität Berlin hat er 1972 eine umfassende Analyse der Antitrust-Politik in de n USA veröffentlicht.

Zunächst war er drei Jahre als Assistenzprofessor am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der FU Berlin tätig. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2004 hatte er einen Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie an der Universität Osnabrück. Neben der Lehrtätigkeit war er stark in der akademischen Selbstverwaltungengagiert. Gleichzeitig war er Mitglied in zahlreichen Kommissionen der wissenschaftlichen Politikberatung sowohl auf der Ebene einzelner Bundesländer wie auch auf der Ebene der Bundesrepublik.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Medienökonomie, Technik-Folgenabschätzung und Krisenanalysen aus wirtschaftlicher, sozialer und rechtlicher Sicht.

Eine neue Aufgabe

Von Anfang 1993 bis Ende 1999 war er beurlaubt, um das Europäische Medieninstitut in Düsseldorf als dessen Generaldirektor zu leiten. Das Institut hatte Mitarbeiter aus 12 verschiedenen Ländern. Schwerpunkte der Arbeit dort waren

  • die unabhängige Beobachtung der Medien bei Wahlen in zentral- und osteuropäischen Ländern im Auftrag der EU Kommission mit mehr als 30 umfassenden Missionen
  • die jährliche Veranstaltung eines europäischen Film- und Fernsehforums, jeweils in einem anderen europäischen Land und
  • die vergleichende Medienforschung.

Er hat zahlreiche Artikel und umfassende Publikationen zu den Forschungsschwerpunkten verfasst, sowie zu den Themen des Europäischen Medieninstituts.

Er ist Inhaber des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse seit Mai 2001.

Dr. Jutta Lange-Quassowski, seine Frau ist Diplom Politologin (Berlin) und promovierte in Göttingen zum Dr. disc. pol.

Sie leitete gut 25 Jahre die Ernst-Strassmann-Stiftung. Schwerpunkt der Arbeit war die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit.

Zusätzlich ist sie kontinuierlich ehrenamtlich tätig und ist intensiv in die Arbeit an Europaedia eingebunden.

Sie sind glücklich verheiratet und haben 3 Söhne und 3 Enkelkinder.

Fakten, Mythen und die Seele Europas.

Bei Europaedia geht es um die verständliche Präsentation von Fakten und das Hinterfragen von Narrativen. Wir wollen nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch die „Seele“ der europäischen Gemeinschaft – ihre Kultur und Werte.

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