Klimapaket, Rat der EU einigt sich auf ambitioniertes Paket, 29.6.2022

Datum

27.5.2025

Lesezeit

2 Minuten

Autor

Autorin

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Über den Autor

Über die Autorin

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Fünf Gesetze für den Green Deal

Der Green Deal der EU hat ein großes Ziel.  Die Netto-Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 um 55% gegenüber dem Stand von 1990 sinken.

Die Beschlüsse des Rates wollen dies nun durch fünf große Gesetzespakete erreichen.  Allerdings muss das EU-Parlament noch zustimmen.  Deshalb wohl hat die Presse davon bisher keine Notiz genommen. (So beruht dieser  Artikel nur auf zwei Quellen. Eine ist die Veröffentlichung des Consiliums selbst. Und der Newsletter des  Staatssekretärs des Wirtschaftsministerium, Sven Giegold ist die andere Quelle.)

Die großen Bereiche der Verschärfung

  1. Die Verschärfung des Emissionshandelssystems (ETS) ist von überragender Bedeutung. Statt bislang 43% heißt die Vorgabe nun 61% Minderung gegenüber 2005. Diverse neue Einzelmaßnahmen sollen das ermöglichen. Die Unternehmen müssen ihre Emissionen nun etwa doppelt so schnell reduzieren wie bisher vorgesehen.
  2. Neue verbindliche jährliche Treibhausgas-Minderungsziele für jeden einzelnen Staat. Dazu wurde die Lastenverteilungsordnung überarbeitet.
  3. Die Einbeziehung neuer Sektoren in den Emissionshandel soll helfen. Die Ausdehnung betrifft vor allem den Verkehr, aber auch die Gebäude und nicht mehr nur die Industrie. Ab 2035 ist Schluss mit Verbrennungsmotoren bei den Autos (  Ausnahme evtl: E-Fuels) und bei kleinen Nutzfahrzeugen. Auch See- und Luftfahrt-Verkehr kommen allmählich in den Blick.
  4. Auch für den Abbau von Treibhausgasen durch Landnutzung und Forstwirtschaft gibt es Vorgaben (LULUCF). Eine vermehrte Humusbildung in den Böden soll die Klimafreundlichkeit verbessern.
  5. Der Rat hebt das  Ausbauziel für Erneuerbare Energien für 2030 von 32% auf 40% an. Überdies erklärt er das Ziel als „im europäischen öffentlichen Interesse“. Das soll die Genehmigungsverfahren erleichtern.

Die Stärkung der europäischen Solidarität

Diese geschieht durch die Schaffung eines Klimasozialfonds. Er wird u.a. aus Einnahmen aus dem Emissionshandel (s. Punkt drei) finanziert. Also  durch die Dämmung von Gebäuden und die Umstellung des Verkehrs. Geld aus dem Fonds kann ärmere Bevölkerungsgruppen vor zu hohen CO²-Preisen schützen. Oder Staaten können Regionen beim Umstieg auf Klimafreundlichkeit helfen.

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Über die Autoren

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Dr. Jutta Lange-Quassowski

Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Bernd-Peter Lange studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Bonn, wo er die 1. jur. Staatsprüfung 1963 ablegte. 1966 erwarb er den Diplom Volkswirt und wurde 1967 zum Dr. jur. promoviert.

Nach seiner Mitarbeit am Institut für Konzentrationsforschung an der Freien Universität Berlin hat er 1972 eine umfassende Analyse der Antitrust-Politik in de n USA veröffentlicht.

Zunächst war er drei Jahre als Assistenzprofessor am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der FU Berlin tätig. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2004 hatte er einen Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie an der Universität Osnabrück. Neben der Lehrtätigkeit war er stark in der akademischen Selbstverwaltungengagiert. Gleichzeitig war er Mitglied in zahlreichen Kommissionen der wissenschaftlichen Politikberatung sowohl auf der Ebene einzelner Bundesländer wie auch auf der Ebene der Bundesrepublik.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Medienökonomie, Technik-Folgenabschätzung und Krisenanalysen aus wirtschaftlicher, sozialer und rechtlicher Sicht.

Eine neue Aufgabe

Von Anfang 1993 bis Ende 1999 war er beurlaubt, um das Europäische Medieninstitut in Düsseldorf als dessen Generaldirektor zu leiten. Das Institut hatte Mitarbeiter aus 12 verschiedenen Ländern. Schwerpunkte der Arbeit dort waren

  • die unabhängige Beobachtung der Medien bei Wahlen in zentral- und osteuropäischen Ländern im Auftrag der EU Kommission mit mehr als 30 umfassenden Missionen
  • die jährliche Veranstaltung eines europäischen Film- und Fernsehforums, jeweils in einem anderen europäischen Land und
  • die vergleichende Medienforschung.

Er hat zahlreiche Artikel und umfassende Publikationen zu den Forschungsschwerpunkten verfasst, sowie zu den Themen des Europäischen Medieninstituts.

Er ist Inhaber des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse seit Mai 2001.

Dr. Jutta Lange-Quassowski, seine Frau ist Diplom Politologin (Berlin) und promovierte in Göttingen zum Dr. disc. pol.

Sie leitete gut 25 Jahre die Ernst-Strassmann-Stiftung. Schwerpunkt der Arbeit war die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit.

Zusätzlich ist sie kontinuierlich ehrenamtlich tätig und ist intensiv in die Arbeit an Europaedia eingebunden.

Sie sind glücklich verheiratet und haben 3 Söhne und 3 Enkelkinder.

Fakten, Mythen und die Seele Europas.

Bei Europaedia geht es um die verständliche Präsentation von Fakten und das Hinterfragen von Narrativen. Wir wollen nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch die „Seele“ der europäischen Gemeinschaft – ihre Kultur und Werte.

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