8. Mai 2024, Vorankommen bezogen auf die Ukraine

Datum

30.5.2025

Lesezeit

3 Minuten

Autor

Autorin

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Über den Autor

Über die Autorin

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Eine bedeutende Entscheidung der EU

Das Datum hat mit Sicherheit Symbolkraft. Und es ist bestimmt mit Bedacht gewählt worden. Denn am 8. Mai 1945 war das Schicksal des letzten westeuropäischen Imperialismus mit einer endgültigen Niederlage besiegelt. Und so musste Nazi-Deutschland  die Bedingungslose Kapitulation unterzeichnen.

Und heute am 8. Mai 2024 teilt die belgische Ratspräsidentschaft mit: Die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten haben sich „im Prinzip“ auf einen Plan zur Verwendung eines Teils der Zinserträge aus eingefrorenem Vermögen der russischen Zentralbank verständigt. Danach sollen sie zur Finanzierung von Militärhilfen für die Ukraine verwendet werden. Nach Angaben der Kommission sollen die eingefrorenen Gelder derzeit 210 Milliarden Euro betragen. Allerdings bezieht sich die Einigung derzeit nur auf Zinsen von 3 Milliarden davon. Diese will die EU bis zum Sommer 2024 zur Verfügung stellen.

Aber Ungarn blockiert derzeit mal wieder nicht nur eine Einigung auf europäische Waffenlieferungen im Wert von 5 Milliarden Euro. Trotz Einigung darüber, dass der ungarische Anteil nicht für Waffenhilfe verwendet wird, blockiert es Ende Mai auch immer noch die Verwendung der Erträge aus russischen Vermögenswerten.

Deutsche Rüstungsexporte nun schneller möglich

Neue Zahlen aus dem Wirtschaftsministerium, die dem Handelsblatt vorliegen, zeigen: Es ist ein deutlicher Bürokratieabbau zu verzeichnen, seit Robert Habeck (Partei die Grünen) das Ministerium leitet. So erhalte die Rüstungsindustrie inzwischen nachweislich zügige Genehmigungen. Das führt auch dazu, dass die Exporte in die Ukraine schneller werden.

Forderung nach schnellem EU-Beitritt der Ukraine

Auf der Jubiläums-Feier zur EU- (Ost)Erweiterung 2004, als damals gleich zehn Staaten der EU beitraten, hat der deutsche Vizekanzler, Robert Habeck, die Eröffnungsrede gehalten. Dieser Kongress der großen deutschen Wirtschaftsverbände trug die Überschrift: 20 Jahre Erweiterung: „Eine Erfolgsgeschichte für die Zukunft“.. Habeck hat in seiner Rede zum einen einen schnellen Beitritt der Ukraine gefordert und zum anderen vor allem schnelleres Handeln mit diesem Ziel. Auch die zukünftige Erweiterung werde den Wohlstand erhöhen und mehr Sicherheit bringen. Allerdings müsse Deutschland zusammen mit der EU und der NATO seine militärische Stärke ausbauen.

Während die Presseerklärung der Veranstalter zu dem Kongress die Reden der anderen vier Redner inhaltlich kurz wiedergibt, steht darin zu Habecks Rede bedauerlicherweise kein einziges Wort. Leider kein gutes Zeichen.

Friedensgipfel in der Schweiz

In einem Telefonat zwischen dem Präsidenten der Ukraine W. Selenski und  Bundeskanzler Scholz sind beide übereingekommen, daran teilnehmen zu wollen. Russland allerdings verweigert  sich bisher einer solchen Konferenz. Insofern ist auch die Teilnahme Chinas offen. Ein Ziel des Treffens ist es aber auch, bei den russlandfreundlichen Staaten wie China, Indien, Brasilien oder Südafrika Einsicht für die ukrainische Position zu wecken. Bei dem Treffen von Staats- und Regierungschefs solle ein «gemeinsames Verständnis» für einen möglichen Weg zu einem «gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine» entwickelt werden, schreiben die Einladenden.

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Über die Autoren

Prof. Dr. Bernd-Peter Lange

Dr. Jutta Lange-Quassowski

Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Bernd-Peter Lange studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Bonn, wo er die 1. jur. Staatsprüfung 1963 ablegte. 1966 erwarb er den Diplom Volkswirt und wurde 1967 zum Dr. jur. promoviert.

Nach seiner Mitarbeit am Institut für Konzentrationsforschung an der Freien Universität Berlin hat er 1972 eine umfassende Analyse der Antitrust-Politik in de n USA veröffentlicht.

Zunächst war er drei Jahre als Assistenzprofessor am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der FU Berlin tätig. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2004 hatte er einen Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie an der Universität Osnabrück. Neben der Lehrtätigkeit war er stark in der akademischen Selbstverwaltungengagiert. Gleichzeitig war er Mitglied in zahlreichen Kommissionen der wissenschaftlichen Politikberatung sowohl auf der Ebene einzelner Bundesländer wie auch auf der Ebene der Bundesrepublik.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Medienökonomie, Technik-Folgenabschätzung und Krisenanalysen aus wirtschaftlicher, sozialer und rechtlicher Sicht.

Eine neue Aufgabe

Von Anfang 1993 bis Ende 1999 war er beurlaubt, um das Europäische Medieninstitut in Düsseldorf als dessen Generaldirektor zu leiten. Das Institut hatte Mitarbeiter aus 12 verschiedenen Ländern. Schwerpunkte der Arbeit dort waren

  • die unabhängige Beobachtung der Medien bei Wahlen in zentral- und osteuropäischen Ländern im Auftrag der EU Kommission mit mehr als 30 umfassenden Missionen
  • die jährliche Veranstaltung eines europäischen Film- und Fernsehforums, jeweils in einem anderen europäischen Land und
  • die vergleichende Medienforschung.

Er hat zahlreiche Artikel und umfassende Publikationen zu den Forschungsschwerpunkten verfasst, sowie zu den Themen des Europäischen Medieninstituts.

Er ist Inhaber des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse seit Mai 2001.

Dr. Jutta Lange-Quassowski, seine Frau ist Diplom Politologin (Berlin) und promovierte in Göttingen zum Dr. disc. pol.

Sie leitete gut 25 Jahre die Ernst-Strassmann-Stiftung. Schwerpunkt der Arbeit war die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit.

Zusätzlich ist sie kontinuierlich ehrenamtlich tätig und ist intensiv in die Arbeit an Europaedia eingebunden.

Sie sind glücklich verheiratet und haben 3 Söhne und 3 Enkelkinder.

Fakten, Mythen und die Seele Europas.

Bei Europaedia geht es um die verständliche Präsentation von Fakten und das Hinterfragen von Narrativen. Wir wollen nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch die „Seele“ der europäischen Gemeinschaft – ihre Kultur und Werte.

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